
Merkur am Abendhimmel
Anfang März bietet uns Merkur seine beste Abendsichtbarkeit in diesem Jahr
Bild vergrößernDer kleine Planet ist jetzt besonders einfach zu finden, da uns die helle Venus den Weg weist. Beide Planeten sind in der Abenddämmerung über dem westlichen Horizont zu sehen.
Der Merkur entfernt sich am Himmel nicht weit von der Sonne, er lässt sich daher nur in der Abend- oder Morgendämmerung blicken. Im Frühling steht die scheinbare Sonnenbahn (die Ekliptik) abends steil zum Horizont –das bedeutet für Merkur eine größere Höhe und damit mehr Zeit, bis es ausreichend dunkel geworden ist.
Um Merkur zu finden, schaut man nach Westen und braucht freie Sicht nach unten. Deutlich höher und viel heller leuchtet dieses Jahr Venus. Merkur steht fast genau in der Verlängerung von Venus zum Horizont.
Neben dem freien Blick und klarem Himmel ist bei der Beobachtung von Merkur die richtige Uhrzeit ausschlaggebend, ob man ihn sieht oder nicht. Anfangs ist es noch zu hell, später steht Merkur zu tief. Aber genau in der Zeit dazwischen bleibt gut eine halbe Stunde Zeit, um Merkur auszumachen. Ein Fernglas hilft zum ersten Aufsuchen in der noch hellen Dämmerung, anschließend wird Merkur leicht mit bloßem Auge zu sehen sein.
Für den mittleren Ort in Deutschland bei 50 Grad nördlicher Breite und 10 Grad östlicher Länge (unweit von Würzburg) startet man die Beobachtung um 18:30 Uhr, um 19 Uhr sind die Bedingungen ideal, anschließend wird es zwar dunkler, aber Merkur sinkt immer weiter herab.
Im Osten wird es früher dunkel, dort schaut man etwa 20 Minuten früher nach Merkur, beginnt also um kurz nach 18 Uhr. Im Westen hingegen geht die Sonne später unter, entsprechend muss man fast bis 19 Uhr warten, bis Merkur auftaucht.
Nach dem 8. März werden die Bedingungen rasch ungünstiger, da die Helligkeit von Merkur deutlich abnimmt. Im Gegenzug nähern sich Merkur und Venus aber einander an – Merkur steht nur eine Handbreit links unterhalb von Venus, einige Tage danach genau links von Venus.

Kosmos Himmelsjahr 2025
Alles, was das neue Jahr zu bieten hat: Mit dem Himmelsjahr die Highlights am Nachthimmel entdecken!
Zum Buch